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Der E-Commerce boomt. Allein dieses Jahr sollen laut Studien mehr als 77 Mrd. € über den digitalen Handel umgesetzt werden. Weitere Prognosen sprechen für einen zukünftigen jährlichen Umsatzwachstum von rund 6%. Leider fällt es vielen Online Anbietern schwer, sich gegen große Player, wie Amazon oder Otto durchzusetzen und die organischen Suchergebnisse bei Google zu erobern. In diesem Guide zeige wir dir, wie die E-Commerce SEO Optimierung funktioniert und wie du mithilfe der richtigen Stellschrauben, Traffic in deinen Online Shop weiterleiten kannst.

Als Bonus Tipp verraten wir dir, welche Optimierungen notwendig sind, damit du Otto, Ebay oder gar Amazon outperformen kannst. 

Was ist E-Commerce?

Unter E-Commerce versteht sich der digitale Handel von physischen als auch digitalen Gütern über das Internet. Der Begriff E-Commerce steht für “Electronic Commerce” und fokussiert sich hauptsächlich auf den B2B und B2C Markt. 

Was versteht man unter E-Commerce SEO? 

Durch E-Commerce SEO soll eine gute organische Platzierung in den Suchergebnissen von verschiedenen Suchmaschinen erreicht werden. Da Google die dominanteste Suchmaschine auf dem Markt ist, beschränken sich viele Marketer lediglich auf Google. 

Durch eine SEO Optimierung sparst du nicht nur Geld für laufende Paid Ads, sondern kannst auch die Marge optimieren und das freiwerdende Kapital in andere Investitionen stecken. Zudem kannst du deine Cashflow Planung optimieren, da der monatliche Traffic fortlaufend gegeben ist.

Pro Tipp

Falls du ein lokales Unternehmen hast und auf lokale Kunden angewiesen bist, empfehlen wir dir den Beitrag zu Local SEO

Welche SEO Features sollte dein Online Shop bieten? 

Je nach Shopsystem variiert der Grad an Individualisierbarkeit. Für E-Commerce SEO sind allerdings einige SEO Features notwendig und individuelle Anpassungsmöglichkeiten nötig, darunter: 

  • Meta Description sowie Meta Title Anpassung
  • Sitemap sowie No-Index Features 
  • Überschriften sollten frei wählbar sein
  • Kategorieseiten sollten editierbar sein
  • Alt Tags
  • Ankertexte und interne Verlinkungen 
  • Blog oder Content Plattform Integration 
  • URLs können editiert werden 
  • 301 Weiterleitungen werden ermöglicht
  • PageSpeed
  • Strukturierte Daten 

Die besten Online Shopsysteme im Überblick 

Nicht alle Shopsysteme bieten die oben genannten Features an. Daher haben wir für dich drei Plattformen genauer unter die Lupe genommen und auf die SEO Freundlichkeit untersucht:

Shopify

Shopify bietet standardmäßig vielerlei SEO Features. Während Metadaten einfach angepasst werden können, erfordert eine Speed Optimierung Programmierkenntnisse. 

Auch sind die Strukturen im Online Shop meist vorgegeben, wodurch du die Seitenarchitektur nur bedingt anpassen kannst. Für Anfänger eignet sich Shopify ideal, da das System kein technisches Know-How erfordert, einfach zu bedienen ist und in den Grundsätzen SEO optimiert ist. Durch SEO Plugins kannst du die SEO Features erweitern. 

Beispielshop: Thiru.de

Thiru Online ShopWoocommerce 

Bei Woocommerce handelt es sich um ein WordPress Plugin. WordPress selbst bietet sowohl für Anfänger als auch Experten eine solide CMS Umgebung, welche durch das Plugin WooCommerce erweitert werden kann. Insgesamt ist WooCommerce von einem hohen Grad an Individualisierbarkeit geprägt und bietet optimale SEO Standards. 

Beispielshop: www.jococups.com

Jococups Online Shop

Magento

Bei Magento handelt es sich um eine Online Shop Software, die bei vielen mittelständischen Unternehmen eingesetzt wird. Auch hier sind etliche SEO Features standardmäßig implementiert und können durch Plugins erweitert werden. 

Beispielshop: www.kaercher.com/de

Kärcher Online Shop

E-Commerce SEO – 5 Schritte für gute Rankings

Keyword Recherche

Die Keyword Recherche ist für deinen SEO Erfolg entscheidend. Grundsätzlich sollte dir bewusst sein, dass eine SEO Optimierung durchaus 12-16 Monate in Anspruch nehmen kann. Deine Keyword Recherche bildet das Fundament und sollte daher umso granulärer umgesetzt werden.

Grundsätzlich solltest du folgende Faktoren beachten:

  • Suchintention der Nutzer
  • Keyword Difficulty 
  • CTR (Click through Rate) 

Die Suchintention der User kann je nach Suchbegriff variieren. Sucht beispielsweise jemand nach “SEO”, dann kann es sich hierbei um einen Studenten, Schüler oder auch Unternehmer handeln, der die Abkürzung verstehen will. Die Suchanfrage “SEO Agentur” ist bereits aussagekräftiger, da die Intention klar erkennbar ist. 

Im Allgemeinen unterscheidet man kommerzielle und nichtkommerzielle Suchbegriffe. Bei nicht kommerzielle Suchanfragen möchte der Nutzer sich über ein gewisses Thema informieren. Meist kann man diese Suchbegriffe mit einer Content Marketing Strategie kombinieren, um fortgehend Bruchteile des Traffics in Kunden zu verwandeln.

Für Online Shops sind kommerzielle Suchbegriffe durchaus interessanter, da bei diesen eine Kaufintention vorhanden ist. Diese sollten in deiner Keyword Recherche analysiert werden, um die Keyword Difficulty herauszufinden. 

Wusstest Du?

Die Keyword Difficulty gibt an, wie schwer es ist unter einem bestimmten Keyword zu ranken. 

Außerdem gilt zu beachten, dass Google immer mehr Fragen innerhalb der SERPs beantwortet. Dies bedeutet dass Nutzer spezifische Antworten direkt von Google erhalten und der Klick auf die eigene Seite so verloren geht. Bei kommerziellen Keywörtern ist dies aktuell nicht der Fall.

Wie du deine Keyword Recherche meisterst, erfährst du in diesem Beitrag

Content ist King

Um auch den Traffic der nichtkommerziellen Keywords zu gewinnen, ist ein dedizierter Blog mit exklusiven Content notwendig. Wie eingangs erwähnt lässt sich dieser Blog mit einer Content Marketing Strategie gut vereinen. Wir empfehlen dir hierbei einen Content Plan anzulegen.

Auch für die nichtkommerziellen Keywords muss zu Beginn eine Keyword Recherche gemacht werden. Durch Content, der dem Leser Mehrwert liefert, kannst du nicht nur deine Brand Awareness steigern, sondern auch neue Kunden gewinnen. Wir zeigen dir, wie du deinen eigenen Blog erstellen kannst. 

Anbei ein konkretes Beispiel: 

Du bist ein Online Store und verkaufst Schuhe. Nichtkommerzielle Keywords wären hier beispielsweise “Sneaker Trends 2021”. In solch einem Beitrag kannst du verschiedene Modelle vorstellen und auf deine hauseigenen Produkte verweisen. 

Optimierung der Seitenarchitektur

Für den Google Bot ist eine stringente Seitenarchitektur von Vorteil, da das sogenannte “Crawling Budget” effizient genutzt werden kann. Das Crawling Budget definiert, wie oft der Crawler von Google deine Seite besuchen und indexieren kann. Daher ist es umso signifikanter eine übersichtliche Seitenstruktur zu haben, da ansonsten die Indexierung einzelner Seiten mehrere Monate in Anspruch nehmen kann. 

Um deine Seitenarchitektur zu optimieren kannst du folgende Baustellen angreifen:

Startseite

Da die Startseite auch der Startpunkt für den Crawler ist, sollte jede wichtige Unterseite von dieser erreichbar sein. Daher sollten Kategorie Verlinkungen entsprechend gesetzt werden und beliebte Produkte für den Nutzer ersichtlich sein.

Kategorieseiten

Die Kategorieseiten sind die signifikantesten, da du mit diesen für generische Keywords mit einem hohen Suchvolumen ranken kannst. Hier empfiehlt es sich auf den Kategorieseiten Content hinzuzufügen. Zwar nützt es dem Nutzer nicht viel, allerdings kann der Crawler dadurch die Relevanz der Seite erkennen und entsprechend indexieren. Größere Vergleichsportale, wie idealo.de, nutzen diese Strategie. 

Idealo Kategorieseite

Produktseiten

Falls deine Produktseiten ein hohes Suchvolumen haben, solltest du darauf achten, dass das Keyword in den Beschreibungen sowie im Produkttitel vorkommt. Hauptfokus sollte allerdings bei der Usability liegen, um eine hohe Conversion zu erzielen. 

Eine Faustregel besagt, dass eine gute Seitenarchitektur vorhanden ist, sofern du von deiner Startseite in nur 3 Klicks zu jeder Unterseite gelangen kannst. 

Wusstest du?

Die Optimierung deiner Seitenarchitektur kann auch deine Konvertierungsrate massiv steigern. 

Page Speed Optimierung

Laut verschiedenen Studien erwarten Nutzer eine Ladezeit von 2 Sekunden. Ein Delay von rund einer Sekunde mindert die die Kundenzufriedenheit um rund 16%. Eine neuere Studie von Walmart zeigt, dass jede Sekunde Verbesserung dazu führt, dass die Conversion Rate um 2% steigt. Dies kann einen enormen Umsatzwachstum bedeuten. 

Mithilfe von PageSpeed Insights zeigt dir Google deinen aktuellen PageSpeed Score an. Außerdem werden dir Optimierungspotentiale aufgezeigt. Meist erfordern die Optimierungen tiefes technisches Know-How und sind ohne Programmierkenntnisse nicht umsetzbar. 

Pagespeed Optimierung

Zu einer Optimierung der Seitengeschwindigkeit zählt beispielsweise:

  • eine Javascript Optimierung 
  • Anpassungen der Bild Dimensionierung
  • CSS Optimierung
  • Plugin Reduzierung sowie Optimierung
  • Minimierung von Drittanbieter Code

Optimierung der DA 

Unter DA versteht sich die sogenannte “Domain Authority”. Auch wenn du alle OnPage und OffPage Optimierungen durchgeführt hast, wird dir dies nicht direkt gute Rankings bescheren, da Backlinks nach wie vor ein signifikanter Ranking Faktor sind. Um Backlinks aufzubauen, kannst du verschiedene Methoden verwenden darunter: 

  • Gastbeiträge 
  • Linkable Assets
  • Outreach an verschiedene Medienhäuser

Wichtig zu verstehen ist, dass Backlinks dein Crawl Budget steigern.

Gastbeiträge werden von verschiedenen Seiten Betreibern angeboten. Bei diesen kannst du dich bewerben, um einen Beitrag zu schreiben. Meist ergeben sich dadurch Verlinkungsmöglichkeiten auf deinen Online Shop. Achte darauf, dass die Links als Dofollow markiert werden.  

Linkable Assets helfen dir dabei automatisiert Backlinks aufzubauen. Vorerst musst du dir die Frage stellen, weswegen andere Webseiten auf deine verlinken sollten. Dies ist stets der Fall, sofern:

  • Suchvolumen für das Keyword vorhanden ist
  • Du einen enormen Mehrwert für den Leser lieferst, wie beispielsweise durch eine Anleitung
  • Zahlen, Daten & Fakten analysierst und darstellst 

Eine Automatisierung des Linkaufbaus ist lediglich möglich, wenn die jeweilige Seite ein gutes Ranking erzielt. Beispielsweise kannst du Daten zu Sneaker Trends analysieren und eine Befragung durchführen und veröffentlichen. Da solche Zahlen von öffentlichem Interesse sind, werden sie meist von anderen Seiten verlinkt.  

Weitere Optimierungen

URL Struktur 

Kleinere Optimierungen führen in Summe gesehen zum Erfolg. So auch die Anpassungen von URL Strukturen. Achte darauf das dein Keyword in der URL Struktur vorkommt. Dadurch kann Google das Thema der jeweiligen Seite einfacher verstehen und entsprechend indexieren. 

Duplicate Content entfernen

Verschiedene Tools, wie Ahrefs, bieten einen sogenannten Duplicate Content Scanner an. Dieser gibt an, auf welchen Seiten duplizierte Inhalte vorhanden sind. Da bei vielen Shopsystemen, Produktseiten automatisiert erstellt werden, kann es hier vermehrt zu Duplicate Content Problemen kommen. Siteliner bietet dir einen kostenfreien Scan an. 

Broken Links entfernen

Broken Links führen dazu, dass dein Crawling Budget von Google reduziert wird. Broken Links führen auf Seiten mit einem 404 Fehler und sollten daher entweder durch 301 Weiterleitungen behoben oder komplett entfernt werden. Auch hierfür kannst du Siteliner nutzen. 

Responsive Design

Durch die mobile First Indexierung, sind responsive Webseiten wichtiger denn je. Mithilfe des Mobile Checkers von Google kannst du einzelne Seiten auf ein responsive Design prüfen und optimieren. 

Wusstest du? 

Die meisten Themes von Shopify oder WordPress standardmäßig mobilfreundlich.

Snippets

Snippets führen dazu, dass deine Listung in den Suchergebnissen durch Sterne oder andere zusätzliche Informationen heraussticht. Vor allem für Produktseiten ist dieses Feature interessant, da Produktbewertungen in den Suchergebnissen maßgeblich deine CTR steigern können. Hier erfährst du, wie du Rezension-Snippets einbetten kannst. 

E-Commerce SEO SnippetsBonus Tipp – so überholst du Amazon 

Amazon dominiert die SERPs im E-Commerce Sektor. Egal, welches Produkt Nutzer suchen, folgt in den meisten Fällen eine Weiterleitung an Amazon. Ist ja auch kein Wunder, Amazon hat qualitativ hochwertige Backlinks, SEO optimierte Produkt- und Kategorieseiten sowie eine hohe Relevanz.

Allerdings besteht dennoch die Möglichkeit Amazon in den Suchergebnissen zu überholen. Hierzu sind folgende Faktoren signifikant: 

Nischen Fokus

Mit einem “Everything Store” wirst du zum jetzigen Stand Amazon nicht überholen können. Daher ist ein Nischen Fokus und eine hohe Content Tiefe nötig. Im unteren Beispiel kannst du sehen, wie Snocks mit ihrem Nischenfokus „Socken“, Amazon outperformt.

Snocks Google

DA Optimierung

Arbeite stets am Backlink Aufbau. Umso höher deine DA, umso autoritärer und seriöser dein Online Shop. 

Ausdauer

Eine E-Commerce SEO Optimierung erfordert viel Ausdauer. Umso langfristiger ist der Erfolg, da du organisch wächst. Es kann bis zu 12-18 Monate dauern bis du sehenswerte Resultate erreichst. Verliere nicht deine Motivation. Der langfristige Erfolg wird es wert sein!

Absatzkanäle erweitern

Im Vergleich zu Google SEO, kannst du binnen kurzer Zeit durch Amazon SEO dein Listing optimieren. 

Fazit

E-Commerce SEO ist je nach Shopsystem in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade definierbar. Auch beansprucht solch eine Optimierung enorm viel Manpower und Zeit. 

Dennoch kannst du durch die Optimierung nicht nur deine Marge steigern, sondern konsequent wachsen und große Player, wie Amazon, outperformen. Wir hoffen, dass dir dieser Guide bei deinem E-Commerce Erfolg hilft.