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Zahnstein entfernen

Wonder Smile 11 6 min read Artikel speichern

So entfernst du Zahnstein mit Hausmitteln

Zahnstein ist, ähnlich wie Karies, ein Volksleiden, dass laut neuesten Studien der Barmer Millionen von Menschen in Deutschland betrifft. Die verhärteten Ablagerungen an den Zähnen sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch weitere Probleme, wie Karies und Parodontitis verursachen.

Wir klären dich auf, wie Zahnstein entsteht, wie du ihm vorbeugen kannst und welche Hausmittel wirklich gegen Zahnstein helfen.

 

Was ist Zahnstein?

Zahnstein ist die verhärtete Form von Plaque, dem weichen Belag auf deinen Zähnen. Zahnstein kann eine hellgelbe, gräuliche bis bräunliche Farbe haben. Bei starken Rauchern verfärbt sich der Zahnstein mit der Zeit sogar schwarz. 

Bestimmte Lebensmittel, wie schwarzer Tee, Kaffee, Rotwein, zucker- und säurehaltige Lebensmittel, sowie Nikotin verstärken die Zahnsteinbildung und sorgen für eine dunklere Farbe der Ablagerungen. Einmal fest gewordener Zahnstein, lässt sich mit einer herkömmlichen Zahnbürste nicht mehr entfernen. 

 

Wie entsteht Zahnstein?

Weicher Zahnbelag (Plaque) entsteht durch die Ablagerung von Essensresten und wird durch zuckerhaltige Lebensmittel noch verstärkt. 

Mineralien, wie Kalziumphosphat, die in deinem Speichel enthalten sind, lagern sich im Zahnbelag ab und verhärten ihn zu Zahnstein.

Auch wenn du dir regelmäßig die Zähne putzt, gibt es Stellen, die für die Zahnbürste besonders schwer erreichbar sind. Besonders betroffen sind die Innenseiten der unteren Schneidezähne und die hinteren Backenzähne deines Oberkiefers. Das liegt daran, dass dort die Austrittsöffnungen der Speicheldrüsen liegen. Außerdem sind deine Zähne an diesen Stellen besonders verwinkelt und dadurch schwieriger zu reinigen. 

 

Wie bemerkt man Zahnstein?

Du bemerkst den Zahnstein beim genauen Blick in den Spiegel und wenn du mit der Zungenspitze über deine Zahnhälse und Zwischenräume fährst. Hier spürst du raue und unebene Stellen. Auch häufiges Zahnfleischbluten (z.B. beim Zähneputzen) deutet auf vorhandenen Zahnstein hin.

 

Ist Zahnstein gefährlich?

Der Zahnstein an sich ist nicht gefährlich. Viele Menschen tragen die verhärteten Ablagerungen mit sich herum, ohne ihnen rechte Beachtung zu schenken. Aus unbehandeltem Zahnstein können sich jedoch Zahnfleischentzündungen entwickeln. Diese sorgen für häufiges Zahnfleischbluten und auf lange Sicht für eine geschwächte Immunabwehr. Dauerhaft einen Entzündungsherd im Körper zu tragen ist in vielerlei Hinsicht gefährlich, da sich die Entzündungsstoffe über deine Blutbahn im ganzen Körper ausbreiten können. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Infektionskrankheiten können die Folge sein. Unbehandelter Zahnstein begünstigt außerdem die Karies-Bildung, da sich Bakterien auf der rauen Oberfläche besonders gut ansiedeln können. Schlimmstenfalls kann unbeachteter Zahnstein sogar zu Parodontitis (Zahnfleischrückgang) und Zahnverlust führen.

 

Wie kann man Zahnstein vorbeugen?

Damit du überhaupt nicht erst stark verhärteten Zahnstein bekommst, kannst du einiges zur Vorbeugung tun:

 

Regelmäßig Zähne putzen 

Eine regelmäßige und sorgfältige Zahnreinigung hilft dir dabei, Plaque effektiv zu entfernen. So beugst du auch der Zahnsteinbildung vor. Mindestens zweimal täglich solltest du deine Zähne zwei Minuten lang putzen. Dabei solltest du dein Augenmerk vor allem auf die verwinkelten und schwer erreichbaren Stellen in deinem Mund legen.

 

Zahnseide benutzen 

Um auch die Zahnzwischenräume richtig reinigen zu können, solltest du unbedingt bei jedem Zähne putzen Zahnseide benutzen. Gerade dort lagern sich viele Essensreste ab, wodurch sich leicht Zahnstein bilden kann.

 

Zahnschmelz schützen

Achte darauf, deinen Zahnschmelz zu erhalten. Nachdem du säurehaltige Lebensmittel gegessen hast, solltest du eine halbe Stunde lang nicht die Zähne putzen, da dein Zahnschmelz durch Säure aufgeweicht wird.

 

Kaugummis mit Xylit

Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff, der vor allem in sogenannten Zahnpflegekaugummis enthalten ist. Tatsächlich unterstützt dieser Stoff laut einer finnischen Studie deine Zahngesundheit und beugt Zahnstein vor.

 

Weiche Zahnbürste verwenden

Beim Zähneputzen kannst du ohnehin keinen festgesetzten Zahnstein entfernen. Daher benutze lieber eine weiche oder mittelharte Zahnbürste und reinige deine Zähne sanft und ohne Druck, um dein Zahnfleisch zu schonen.

 

Auf die Ernährung achten

Wenn möglich, solltest du den Konsum von Zigaretten, schwarzem Tee, Kaffee, Rotwein und Zucker weitestgehend reduzieren.

 

Zahnstein mit Hausmitteln entfernen

Es gibt einige Hausmittel, mit denen du Zahnbeläge und Zahnstein entfernen kannst. So sparst du dir den Gang zum Zahnarzt und schonst zudem auch deinen Geldbeutel. Eine Zahnsteinentfernung beim Zahnarzt kostet immerhin zwischen 50 € und 100 € und wird nicht von jeder Krankenkasse bezahlt.

 

Essig und Zitrone: 

Bei diesen Hausmitteln ist es vor allem die Säure, die gegen den Zahnstein wirkt. Sie löst die verhärteten Ablagerungen auf, wodurch du sie im Anschluss mit der Zahnbürste einfach entfernen kannst. Du mischst dafür Essig mit Wasser und tauchst deine Zahnbürste vor dem Putzen hinein. Dann reibst du deine Zahnhälse sorgfältig damit ein. Zitrone kannst du direkt auf die vom Zahnstein betroffenen Stellen reiben.

Der Geschmack ist allerdings gewöhnungsbedürftig und die Säure hat eine aggressive Wirkung auf den Zahnschmelz. Essig und Zitrone solltest du daher maximal einmal pro Monat anwenden und vorsichtig damit umgehen.

 

Backpulver: 

In Backpulver und Natron sind Kristalle enthalten, die einen Schmirgeleffekt auf deine Zähne haben. So kannst du Belag und Verhärtungen abtragen. Nimm eine Fingerspitze voll Backpulver und reibe damit über die vom Zahnstein betroffene Flächen. Danach kannst du deinen Mund mit Wasser ausspülen. Ein positiver Nebeneffekt bei der Anwendung von Backpulver und Natron ist die leichte Aufhellung deiner Zähne.

Ein Nachteil ist jedoch, dass das Pulver möglicherweise gesunde Partien von Zahnfleisch und Zahnschmelz schädigen kann. Daher solltest du es nicht zu oft anwenden (höchstens einmal im Monat).

 

Teebaumöl: 

Teebaumöl wirkt antibakteriell und gibt dir ein frisches Mundgefühl. Das vielseitig einsetzbare Öl hilft vor allem bei der Vorbeugung einer Verschlimmerung des Zahnsteins, da es Bakterien abtötet und deine Mundflora stabilisiert. 

Du kannst 1-2 Tropfen Teebaumöl in einem Glas warmen Wasser auflösen und deine Zähne damit durchspülen. Du kannst das Teebaumöl auch direkt auf deine Zahnbürste geben und damit für einige Minuten über die vom Zahnstein betroffenen Stellen putzen. 

Der einzige Nachteil von Teebaumöl ist der scharfe Geschmack, der dem ein oder anderen zu intensiv ist.

 

Myrrhe-Tinktur: 

Die Anwendung einer Myrrhe-Tinktur wirkt in erster Linie gegen Zahnfleischentzündungen, die aufgrund von Zahnstein entstanden sind. Trage die Tinktur auf entzündete oder gereizte Bereiche deines Zahnfleischs auf, um weitere Säurebildung zu verringern. Du kannst auch Myrrhe-Tinktur in etwas Wasser geben und damit eine Mundspülung durchführen.

Ein Nachteil an der Myrrhe-Tinktur ist das sie zu 90 % aus Ethanol besteht und daher für Menschen, die Alkohol aus verschiedensten Gründen meiden möchten, ungeeignet ist.

 

Kokosöl und Olivenöl: 

Öl ziehen ist eine jahrtausendealte Methode, um die Zähne zu reinigen und damit auch Zahnstein vorzubeugen. Nimm dafür einen Esslöffel voll Pflanzenöl (z.B. Olivenöl oder Sonnenblumenöl)in den Mund und ziehe die Flüssigkeit mehrere Minuten lang gründlich zwischen deinen Zähnen hindurch. Das Öl entfernt sämtliche Essensreste und Schadstoffe aus den Zahnzwischenräumen und bindet Gifte. Darum ist es wichtig, dass du das Öl danach in den Hausmüll spuckst und deinen Mund gründlich mit klarem Wasser ausspülst.

Als Nachteil des Öl Ziehens kann man die Gefahr des Verschluckens sehen, bei der gebündelte Schadstoffe in deinen Organismus gelangen würden. Auch kann das erkaltete Öl zur Verstopfung deines Waschbeckens führen, wenn du es fälschlicherweise dort hinein spuckst.

 

Sesamkörner: 

Intensives Kauen von Sesamkörnern schmirgelt den Zahnstein wie eine Art Peeling ab. Kaue dafür einen Esslöffel voll Sesamkörner intensiv und gründlich durch und führe den gut eingespeichelten Brei dann einige Male an den betroffenen Zahnpartien entlang. Benutze deine Zunge dabei als Werkzeug, um die notwendige Reibung zum Abschleifen zu erzeugen.Ein Nachteil von der Zahnsteinentfernung mit Sesamkörnern ist, dass einige Menschen allergisch auf Sesam reagieren und durch diese Methode in einem solchen Fall schwere allergische Reaktionen hervor gerufen werden können.

 

Zahnsteinradierer: 

Ein Zahnsteinradierer ist ein stiftartiges Gerät mit einer Gummispitze, deren Oberfläche winzige Kristalle enthält. Mit diesem Hausmittel kannst du Zahnsteinbildungen abschleifen und leichte Verfärbungen der Zähne neutralisieren.

Der Nachteil am Zahnsteinradierer ist, dass er bei zu häufiger Anwendung nicht nur den Zahnstein, sondern auch den Zahnschmelz abreibt. Zudem besteht die Gefahr, dass du bei unsachgemäßer Anwendung dein Zahnfleisch verletzt oder sich sogar deine Zähne durch den Druck des Radierers lockern.

 

Fazit - Hausmittel können dir beim Zahnstein entfernen helfen

Vor allem bei weichen Zahnbelägen und Zahnstein im Anfangsstadium können dir Hausmittel sehr gut helfen. Bei stark verhärtetem Zahnstein, solltest du doch lieber, wenigstens alle halbe Jahr, bei deinem Zahnarzt vorbei schauen. Die professionelle Zahnsteinentfernung ist in fortgeschrittenen Stadien eher zu empfehlen, da sie schneller und gründlicher ist als Hausmittel. Eine gute Mundhygiene und vorbeugende Maßnahmen geben der Bildung von Zahnstein von Anfang an weniger Chance und ersparen dir somit unangenehme Folgen.

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