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Lernen lernen

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Dir fällt das Lernen schwer? Falsch lernen kostet nicht nur Zeit, sondern auch Motivation. In diesem Artikel erfährst du, wie du das Lernen lernst.

Wir leben in einer Zeit in der Hyperloops entwickelt werden, die uns Menschen in Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 1200 Kilometern pro Stunde über den ganzen Kontinent hinweg durch eine Pipeline jagen. Eine Zeit, in der Unternehmen wie Volocopter und Lilium spezielle Flugtaxen entwickeln, mit denen man sicher von A nach B und gleichzeitig dem Straßenverkehr entkommt. Die führenden Köpfe der Zeit, sei es Elon Musk in den Vereinigten Staaten oder Frank Thelen als deutsches Beispiel, setzen um, was Steve Jobs einst predigte. Diejenigen, die verrückt genug sind, die Welt zu verändern, tun es auch. 

So stellte ich mir die Frage, warum niemand so verrückt ist, auch unser Bildungssystem einmal zu hinterfragen und es zu verändern. Die Schulen unterrichten weitgehend auf die gleiche Art und Weise, auf die sie es schon zur Jahrtausendwende getan haben. Sie helfen uns nicht beim Lernen lernen. Dabei ist der Stand der Wissenschaft soweit fortgeschritten, dass wir uns viel effizienterer Lernmethoden bedienen können. 

Im Folgenden erkläre ich die effizientesten Lernmethoden der Zeit und deren genaue Wirkung. Mit einfachen Beispielen untermale ich die Anwendung der Methoden. 

Doch zuerst möchte ich dir erklären, wovon dein Lernerfolg abhängt. 

Lern-Voraussetzungen 

Um den maximalen Lernerfolg zu erzielen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. 

Zustand

Der Lernerfolg hängt immer von unserem Zustand ab. Wir befinden uns ständig in unterschiedlichen Zuständen. Mal sind wir äußerst motiviert, mal befinden wir uns in einem Tief und können uns kaum von dem Sofa aufraffen, geschweige denn am Schreibtisch Platz nehmen. 

Wir neigen dazu, unseren Zustand mit äußeren Einflüssen zu begründen. Doch meist sind es fehlende Ziele und negative Glaubenssätze, die uns an unserem Erfolg hindern. 

Zielsetzung

Kaum jemand hat konkrete Ziele und die wenigsten haben sie auch niedergeschrieben. Doch die Zielsetzung ist ein mächtiges Tool, um eine starke Motivation zu entwickeln. Auch beim Lernen kann eine konkrete Zielsetzung zu bedeutend größeren Erfolgen führen. Mache dir Gedanken darüber, was konkret du erreichen möchtest und wie viel Zeit du dafür investieren kannst oder möchtest. Wenn du für eine Klausur lernst, ist deine Zeit natürlich begrenzt und von Außen beeinflusst. Aber wenn du eine neue Sprache lernst, kannst du deinen Zeitrahmen selbst festlegen. Durch die Festsetzung einer Deadline entsteht eine Dringlichkeit. Es ist ja bekannt, dass sich die aufgewendete Zeit immer auf den Zeitraum ausdehnt, der dafür zu Verfügung steht.

Eine gewisse Dringlichkeit ist also positiv.

Schreibe dir deine Lernziele auf und lege einen Zeitrahmen fest, wenn dieser nicht sowieso von Außen gegeben ist.

 

Glaubenssätze 

Im Laufe der Zeit haben sich in unseren Köpfen durch äußere Einflüsse einige Glaubenssätze einprogrammiert. Manche sind positiv und bestärken uns in unserem Tun. Andere sind negativ und schränken uns teils immens ein. Wir müssen diese negativen Glaubenssätze ablegen und neue, positive Glaubenssätze installieren. 

 

Wenn uns unsere Eltern als wir klein waren häufig gesagt haben, dass wir einfach nichts in die Birne kriegen, so nimmt unser Unterbewusstsein dies als Realität wahr und hinterfragt es nicht mehr. Unser Unterbewusstsein nimmt generell all das, was ihm immer wieder gesagt wird, als die Wahrheit an. Im Gegensatz zu unserem Bewusstsein verfügt es nicht über die Fähigkeit rationalen Denkens. 

 

So ist es eine zwar verrückt klingende aber sehr erfolgsversprechende Methode, dir selbst positive Affirmationen zuzusprechen. Eine solche Affirmation kann wie folgt lauten: 

„Das Lernen fällt mir leicht und macht mir Spaß. Mein Gehirn hat unendliche Kapazitäten.“

 

Wenn du dir diese Suggestion regelmäßig selbst vorsagst, werden sich bereits nach kurzer Zeit positive Veränderungen einstellen. Das Lernen wird dir wahrhaftig leichter fallen und du wirst sogar Spaß dabei empfinden, deinen Horizont zu erweitern. 

 

Lernen lernen - Methoden

Das staatliche Bildungssystem zwingt uns dazu, passiv zu lernen. Das Sprichwort „Wenn zwanzig schlafen und einer spricht, dann nennt man das Unterricht“ kommt nicht von irgendwo. Der Schulunterricht ist zu frontal und langweilig. Dabei lernt unser Gehirn durch aktive Auseinandersetzung mit den Themen, beispielsweise in Form von Abstraktionen, jene mit den Inhalten in Verbindung gebracht werden. Je abstrakter, desto schneller gelangen diese in unser Langzeitgedächtnis. 

 

Lernen lernen

 

Neben der Abstraktion, lernen wir auch besser, wenn wir Emotionen mit Informationen in Verbindung bringen. So können wir uns häufig noch an Lieder aus Fernsehserien unserer Kindheit erinnern. 

Wenn du also positive Emotionen mit den Inhalten in Verbindung bringst oder abstrakte Verknüpfungen herstellt, gelangen die Informationen schnell und einfach in dein Langzeitgedächtnis. 

 

Unterrichten 

Eine weitere Möglichkeit, Informationen besser zu behalten, ist das Unterrichten. Dabei spielt es keine Rolle, ob du jemand anderes oder dich selbst unterrichtest. Durch den Prozess des Erklären vertiefst du die Inhalte in deinem Gedächtnis. 

Unterrichte also deine Mitschüler, Kommilitonen oder dich selber, als wärst du selbst der Lehrer. Du wirst merken, es wird dir helfen. 

 

Erinnere dich nicht

Beginne mit dem Geist eines unwissenden und versuche dich nicht an die Dinge zu erinnern, die du schon kennst. Lernen ist grenzenlos. Schalte die Welt um dich herum aus. 

 

Lernen lernen - Strategien 

Um deinen Lernerfolgt zu maximieren, musst du eine Strategie, die bei dir am besten funktioniert. Die folgenden Strategien sind bewährt und lassen sich vielleicht auch von dir anwenden. 

 

Loci-Methode

Weiter oben habe ich bereits zum Ausdruck gebracht, dass unser Gehirn am besten, schnellsten und nachhaltigsten durch Abstraktion, bzw. Assoziation lernt. Die sogenannte Loci-Methode entstand nach der Sage eines bekannten Poeten und Redners namens Simonides von Keos. Der Sage nach verließ er bei einer Feier des Skopas kurzzeitig das Gebäude, jenes während seiner Abwesenheit einstürzte. Als einziger Überlebender führte Simonides sich die Situation vor dem Einsturz noch einmal vor Augen und konnte sich dank seiner ausgeprägten Visualisierungsfähigkeiten an alle Gäste und deren Plätze erinnern. Somit war er dazu befähigt, die Leichen zu identifizieren. 

 

Funktionsweise der Loci-Methode

Bei der Loci-Methode denkt sich der Lernende einige Speicherplätze aus, die er aus seinem Unterbewusstsein heraus kennt. Solche Speicherplätze können beispielsweise markante Punkte im eigenen Heim oder auf dem Weg zur Arbeit sein. Darüber hinaus können es aber auch verschiedene Körperteile sein. Möchte man sich gewisse Informationen in einer bestimmten Reihenfolge behalten, so definiert man zuerst eine fiktive Abfolge der ausgewählten Speicherplätze. Im nächsten Schritt werden die Informationen durch abstrakte Verknüpfungen mit den Speicherplätzen in Verbindung gebracht. Diese Assoziationstechnik hilft dir dabei, ganze Reden auswendig zu lernen. Indem du während des Vortrags deinen fiktiven Weg entlang schreitest und die einzelnen Speicherplätze an den markanten Punkten abrufst, fällt es dir spielend leicht, alles zu behalten. 

 

Mind-Mapping 

Mind-Mapping ist eins der besten Tipps des Lernen lernen. Die Visualisierungstechnik hilft dir dabei, auch komplexe Sachverhalte auf einfache Art und Weise darzustellen. Mache dir nicht zu viele Gedanken über die Gestaltung deiner Mindmap. Beginne damit, das Thema in die Mitte eines Blattes zu schreiben und es zu umkreisen. Nun kannst du ganz frei loslegen und alle Inhalte, die du lernen möchtest in verzweigten Ästen mit dem Thema verbinden. Unser Gehirn lernt auch durch Kreation und die Technik des Mind-Mappings bietet sehr viel Spielraum für Kreativität. 

 

Podcast

Neben den visuellen und haptischen Lerntypen, existieren auch diejenigen, die am besten auditiv lernen. Bist du ein auditiver Lerntyp, dann nehme eine Sprachmemo auf, in der du die Themen ausführlich erklärst. Höre dir den Podcast im Anschluss immer wieder an. Dabei ist es nichtmal von besonderer Bedeutung, dass du wirklich aktiv zuhörst. Einen Großteil der Informationen nimmt dein Unterbewusstsein auf, ohne dass du es aktiv beeinflusst. 

Podcasts werden zunehmend beliebter in Deutschland. Wir zeigen dir, wie du einen Podcast erstellst und erfolgreich vermarkten kannst. 

Es gibt keine Ideallösung, wenn es um Lernen lernen geht. Jeder muss die Strategie ausfindig machen, die bei sich selbst am besten funktioniert. Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Beitrag einige Tipps und Ratschläge mit auf den Weg geben, die zu deinem Lernerfolg beitragen. Viel Spaß damit. 

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