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System Thinking

MastermindZ 23 4 min read Artikel speichern

System Thinking hilft dir dabei Zusammenhänge der heutigen Welt zu verstehen und Relationen zu knüpfen. Erfahre in diesem Artikel, wie du System Thinking nutzen kannst, um Probleme zu lösen.

Um sich in der immer komplexeren und verzweigteren Welt zurecht zu finden und Zusammenhänge auf einfachere Art und Weise dazustellen und zu verstehen, schafft die Kompetenz des System Thinking Abhilfe. Die Probleme der Welt häufen sich zunehmend. So plagt uns der Klimawandel, die Inflation, der demographische Wandel und auch Kriminalität und Terrorismus, um nur einige zu nennen. Sucht man nach Antworten von Experten, so erlebt man auch diese häufig ratlos. Meist werden sie von den Eigenschaften eines Problems festgehalten, jene in ihr Tätigkeitsfeld passen. 

 

Betrachtete jeder die Probleme lediglich subjektiv aus seiner eigenen Position heraus, so wäre niemand dazu in der Lage, die Komplexität eines Problems zu erkennen und einen nachhaltigen Lösungsvorschlag zu unterbreiten.

 

Ohne die Gewissheit darüber, wie eine bestimmte Situation entsteht oder wie erwünschte Ergebnisse erreicht werden, ist es nahezu unmöglich die Parameter lösungsorientiert anzupassen. 

 

Im System Thinking versucht man durch die Visualisierung sogenannter Feedbackdiagramme, jegliche Prozesse vereinfacht darzustellen. So sollen aus einem Feedbackdiagramm Rückkopplungen hervorgehen, die durch das Systemverhalten verursacht werden, jenes man optimieren möchte. 

 

Feedbackdiagramme helfen zudem dabei, Probleme zu lokalisieren und präventiv eingreifen zu können. Solche zeichnerischen Darstellungen werden idealerweise in Gruppen erstellt, da die gemeinsame Visualisierung des Systems ein besseres Abbild der Realität verspricht. Verfügt ein Team über ein die Fähigkeit des System Thinking und damit über das Verständnis einen speziellen Systems, so werden sich die Resultate des Teams maßgeblich verbessern. 

 

Beispiele für einfache Systeme 

 

Zum besseren Verständnis hier einmal Beispiele für sehr einfache Systeme:

 

 

Stadt als Beispiel eines Systems

 

Welche Systeme gibt es darüber hinaus?

Neben den genannten Beispielen existieren viele weitere Systeme, dessen Bestandteile sich gegenseitig beeinflussen. So ist zum Beispiel das Wetter ein System, aber auch unser Immunsystem, Volkwirtschaften, Wertschöpfungsketten, Versicherungen, Familien und vieles mehr. 

 

Systeme können sehr verschiedene Eigenschaften aufweisen. Jedes System verfügt jedoch über einzelne Elemente, die sich auf das Systemverhalten auswirken. Diese entscheidenden Element werden als Schlüsselvariablen bezeichnet. 

 

Die Schlüsselvariable des Wetters ist beispielsweise die Sonne. Die Sonne setzt riesige Luftmassen in Bewegung, indem sie durch ihre Wärme Luft aufsteigen und den Luftdruck am Boden sinken lässt. 

 

Wie funktioniert System Thinking - Systemdenken einfach erklärt

Der Begriff des System Thinking ist nicht konkret definiert und wird verschiedenen ausgelegt. 

 

Die Theorie umfasst die folgenden fünf bis sechs Charakteristiken:

 

1. Vernetztheit

Im System Thinking betrachtet man immer Systeme, die das Ganze abbilden und aus einer Vielzahl kleiner Teile bestehen. Die einzelnen Teile stehen miteinander in Verbindung und beeinflussen einander. 

 

2. Ganzheitlichkeit 

Der Systemdenker betrachtet lediglich die Struktur des System als Ganzes und konzentriert sich nicht auf die einzelnen Teile dessen. 

 

3. Selbstorganisation

Ein System organisiert sich selbst. Der Systemdenker erkennt dies und weiß, dass ein System aus sich heraus neue Qualitäten schaffen kann. 

 

4. Nichtlinearität 

Ein System besteht aus Ursache-Wirkungs-Beziehungen. So kann sich nicht nur eine Ursache auf die Wirkung auswirken, sondern auch die Wirkung die Ursache beeinflussen. Ein bildhaftes Beispiel ist das Verputzen einer Wand. Versucht man die Wand mit dem Reibebrett an einer Stelle zu begradigen, so kann an einer anderen Stelle eine Unebenheit entstehen. 

Caption

 

5. System-Mapping

Im System Thinking existieren einige Tools um die Systeme zu visualisieren. Folgende Werkzeuge lassen sich einfach anwenden, um ein System darzustellen:

Schaubild zum System Mapping im System Thinking
Caption

 

Mind-Mapping

Eine Mind-Map kann sehr dabei helfen, ein System bis ins kleinste Detail zu verstehen. Mit den folgenden Schritte lässt sich eine erfolgreiches Modell erstellen.

 

  1. Verwende ein großes Blatt Papier, idealerweise DIN A3 oder eine Mind-Mapping Software. Verwendest du Papier, dann lege einige Stifte in verschiedenen Farben parat. 
  2. Notiere nun das System, jenes du ergründen möchtest, auf der Mitte des Blattes. 
  3. Beginne damit, alle Dinge frei auf dem Blatt zu notieren, die du mit dem System in Verbindung bringst. Erarbeite granulär alle Elemente des Systems. 
  4. Verwende im nächsten Schritt die verschiedenfarbigen Stifte um die einzelnen Elemente miteinander zu verbinden. Definiere verschiedene Ströme des Systems zeichne die einzelnen Ströme in einheitlichen Farben. 
  5. Versuche so viele Ströme wie möglich zu identifizieren, bis du ein völlig verzweigtes System vorliegen hast. Lokalisiere im nächsten Schritt die Schlüsselvariablen, die den größten Einfluss auf das gesamte System ausüben.
  6. Notiere drei wesentliche Erkenntnisse, die du aus der Visualisierung gewonnen hast. 

 

Interconnected Circles

Durch das Mind-Mapping hast du das Fundament für das Modell der Interconnected Circles gelegt. Mithilfe dieses Modells versucht man, die wesentlichen Wechselbeziehungen eines Systems herauszukristallisieren. Das Modell wird folgendermaßen erstellt.

 

  1. Zeichne einen einfachen Kreis
  2. Notiere die wesentlichen Elemente des zuvor in der Mind-Map dargestellten Systems an Punkten, die auf dem Kreis fixiert werden. 
  3. Verbinde die Elemente, zwischen denen Wechselbeziehungen bestehen, innerhalb des Kreises. 
  4. So erkennst du die Dynamik der Beziehungen zwischen den einzelnen Elementen und die relevantesten Interventionen des Systems.

 

Beide Modelle helfen dir dabei, ein System granulär zu verstehen. Dir wird bewusst, wie sich die Anpassung einzelner Parameter auf das Gesamtsystem auswirkt. 

 

System Thinking Buch - Grundlagen des Systemdenkens

In dem Buch „Grundlagen des Systemdenkes“ wird das System Thinking vom Autor Othmar von Ettinghausen umfassend und beispielhaft erklärt. Ettinghausen erklärt, wie wir uns als Laien schnell in ein System hineindenken und seine Wechselbeziehungen verstehen kann.

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