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Cloud-Mining

Adrian Mirido 11 6 min read Artikel speichern

Hier erfährst du alle Fakten rundum das Thema Cloud Mining

Das Cloud-Mining ist eine sehr umstrittene Investitionsalternative. Beim Cloud-Mining wird Ihnen die Möglichkeit geboten, lediglich durch eine Investition der Summe X jede beliebige Kryptowährung zu erwirtschaften. Bei dieser Variante des Mining-Investments kommen auf den Investor keine Stromkosten, Wartungskosten oder Mietkosten zu. Stattdessen kaufst du dir Rechenleistung für eine Summe X. Diese Rechenleistung kannst du für eine gewisse Zeitspanne oder lebenslang pachten. Wichtig ist, dass du vor einem Investment stets rationale Gedankengänge verfolgst. Dabei sollen die folgenden signifikanten Denkanstöße helfen.  

Wenn du deinen Cloud-Mining Anbieter auswählst, solltest du darauf achten, dass die betriebenen Anlagen wirklich nachgewiesen werden können. Wenn der Nachweis nicht gegeben ist, raten wir dir von einem Investment ab, da sich solche Angebote im Nachhinein meist als „Schneeballsystem“ entpuppen. Außerdem sollten du dir darüber im Klaren sein, dass Bilder von Mining-Farmen geklaut oder gefälscht sein können. 

Cloud-Mining Anbieter ohne offizielle Nachweise sollten gemieden werden. 

 

Seriöse Cloud-Mining Anbieter heben sich nicht sonderlich vom durchschnittlichen Angebot ab. Schwarze Schafe kennzeichnen sich durch eine überdurchschnittliche Rendite, einen sehr schnellen ROI (Return on Investment) und anderweitige erkennbar unrealistische Versprechungen. DU kannst einen „Scam“, der überdurchschnittliche Renditen verspricht, leicht identifizieren, indem du die genannte Rechenleistung bei cryptocompare.com eingibst und die zu erwartende Rendite vergleichst. Des Weiteren solltest du Ergebnisse mit den Ergebnissen anderer Anbieter vergleichen. Sollten sich die Erlösversprechen sehr stark vom Durchschnitt abheben, so hast du wohlmöglich einen solchen „Scam“ ertappt. Da jedes Unternehmen in dem Fall Mining betreibt, kann und darf die Rendite nicht stark voneinander abweichen, da der Schwierigkeitsgrad des Minings überall derselbe ist. Anbieter können lediglich bei der Hardwarebeschaffung und den Stromkosten sparen und dem Kunden dadurch eine höhere Rechenleistung zur Verfügung stellen. 

 

Überdurchschnittliche Renditeversprechen deuten aufgrund des überall gleichen Schwierigkeitsgrades auf einen Scam hin.

 

Dieser Schwierigkeitsgrad, die Difficulty, sichert einen konstanten und zuverlässigen Output. Wenn die Hash-Rate eines Netzwerks hoch ist und die benötigte Zeit für das Finden eines Blockes weniger als 10 Minuten beträgt, dann erhöht sich die Difficulty zur Erschwerung des Minings proportional. Liegt die Blockerkennungszeit über 10 Minuten, dann reduziert das Netzwerk den Schwierigkeitsgrad. Die Difficulty sorgt also für eine ständige Anpassung der Schwierigkeit des Minings. Beim Bitcoin stieg sie in den letzten 90 Tagen (Stand Juni 2018) um 43,21%. Wenn du nun auf einen steigenden Kurs einer auserwählten Kryptowährung spekulierst und das Mining in Betracht ziehst, werden vermutlich auch andere das Potenzial erkannt haben. Je mehr Miner teilnehmen, desto höher steigt die Difficulty. Der steigende Marktwert sorgt jedoch dafür, dass die mit der Zeit sinkenden Miningerträge, weiterhin einen konstanten Wechselkurs zu Euro oder Dollar innehaben. In unserer schnelllebigen Zeit, die von ständiger Innovation geprägt ist, kann man davon ausgehen, dass sich die verfügbare Rechenleistung fortlaufend steigert. Aufgrund dessen lässt sich beim Bitcoin eine stets steigende Difficulty erwarten. Die in einem Cloud-Mining-Vertrag erworbene Rechenleistung passt sich nicht an die Zunahme des Schwierigkeitsgrades an. Diese inflationäre Prägung kann einen rapiden Abfall Ihrer Erträge verursachen, wenn gleichzeitig eine starke negative Kursentwicklung miteinhergeht. 

 

Wir empfehlen dir an dieser Stelle abermals, solche Szenarien bei cryptocompare.com durchzukalkulieren.

 

Die variierende Difficulty sollte in Anbetracht des Kursverlaufs ein Entscheidungskriterium für das Mining eines bestimmten „Coins“ darstellen. 

 

Manche Cloud-Mining Anbieter berechnen Ihnen nach Ablauf des Vertrages zusätzliche Strom- und Wartungskosten, um die eigene Unternehmensstruktur zu sichern. Wir empfehlen, sich vorher zu vergewissern, dass derartige Aufwendungen nicht nachträglich berechnet werden oder die erwarteten Erlöse nicht aus dem genannten Grund gemindert werden können. Bei seriösen Anbietern sind Strom- und Wartungskosten in der Regel bereits im Miningvertrag enthalten. Auszahlungsgebühren entpuppen sich häufig als Kostenfalle. Bei Bitcoin Transaktionen bezahlt der Versender eine sogenannte „Miningfee“, mit der die Miner für ihre Arbeit belohnt werden. Betrügerische Cloud-Mining Anbieter nutzen den Begriff zu Ihrem Vorteil. Sie geben an, bei Auszahlungen eine übermäßig hohe „Miningfee“ entrichten zu müssen, aber ziehen die überschüssigen Coins selbst ein, um die Firmenkasse aufzustocken. 

 

Derartige Betrügereien lassen sich bedauerlicherweise nicht im Vorhinein aufdecken, können aber bei der ersten Auszahlung direkt ausfindig gemacht werden. 

 

Übermäßige Auszahlungsgebühren sind selten zu rechtfertigen und deuten auf einen Betrug hin. 

 

Auf der Suche nach einem geeigneten Mininganbieter triffst du zufällig auf einen alten Schulkollegen. Er erzählt Ihnen von dem Cloud-Mining Unternehmen mit dem er arbeitet. Du bist überzeugt, vertraust ihm und trittst kurzerhand seinem „Team“ bei. Dein ehemaliger Kollege erhält dafür eine gewisse Provision. Er und sein Team vermittelt dir das nötige Know-how um weitere Mitglieder anzuwerben. Dein Team wächst, so wächst auch dein Einkommen. Das Mining ist nur ein Nebenverdienst, denn es bringt lediglich einen Bruchteil der Erträge, die durch den fortlaufenden Vertrieb erzielt werden, ein. Nachdem der Anfang gemacht ist und ebenso gute Vetriebspartner gefunden wurden, lässt das exponentielle Wachstum dein Einkommen in Höhen schießen, die du dir nicht hättest vorstellen können.  Plötzlich ist die Nachfrage gesättigt, niemand möchte mehr Mining-Server kaufen und dein Unternehmen geht in Insolvenz und verschwindet. Sie haben gut verdient und sind mit einem großen Plus aus der Sache heraus. Aber viele Ihrer Vertriebspartner konnten nicht die nötigen Neumitglieder anwerben, um ihr Investment zu decken. Das Vertrauen dir gegenüber schwindet und zukünftig wird niemand wieder ein Produkt von dir erwerben, denn du hast deine Kunden in ein Schneeballsystem gelockt. So oder so ähnlich könnten deine Erzählungen lauten, wenn du den folgenden Aspekten keine Beachtung schenkst. 

 

Um ein illegales Schneeballsystem von einem legalen MLM-System unterscheiden zu können, musst du wissen, wie sich beide Systeme definieren. Eine „MLM-Company“ ist ein Unternehmen, das einem Kunden neben dem Produkt auch die Lizenz zur Weiterveräußerung des Produktes verkauft. Der Kunde wird zum Vertriebler und kann ebenso Produkt und Lizenz veräußern.  Ziel ist es also, nicht nur Dienstleistungen oder Produkte an Endverbraucher zu verkaufen, sondern neue Vertriebler zu gewinnen, die langfristigen Erfolg garantieren. 

 

Durch das in der Beispielgeschichte angesprochene exponentielle Wachstum kann in kürzester Zeit ein unvorstellbar großes Vertriebsnetzwerk entstehen. Der Vergütungsplan eines MLM-Systems ist meist sehr verzweigt und unübersichtlich. Für jeden neu angeworbenen Vertriebsmitarbeiter erhält der jeweilige „Sponsor“ eine Direktprovision. Darüber hinaus erhält der „Sponsor“ weitere Anteile der Provisionen, die durch seine Vertriebspartner in den nächsten Ebenen erwirtschaftet werden. 

 

Das bedeutet, dass jeder Vertriebler in einem MLM-System an den Umsätzen verdient, die von den direkten aber auch indirekten Vertriebspartnern erzielt werden. Häufig lässt sich die Struktur anhand einer Pyramide darstellen. Vertriebler an der Spitze verdienen an den gesamten Umsätzen mit. Jedoch ist es wichtig ist zu verstehen, dass niemand eine Weisungsbefugnis gegenüber jemand anderem genießt. 

Die genannten Merkmale eines MLM-Systems erinnern noch immer an ein Schneeballsystem. Wo liegt der springende Punkt der Differenzierung? Ein Schneeballsystem entpuppt sich dadurch, dass der Käufer keinen reellen Gegenwert erhält. Er kauft lediglich die Lizenz, das Produkt ebenfalls zu veräußern. Es muss stetig Geld ins System fließen, da die Existenzgrundlage auf dem Wachstum beruht. Das Anwerben neuer Partner ist somit die nicht immer klar ersichtliche einzige Verdienstmöglichkeit. Daraus lässt sich schließen: 

 

Im legalen MLM-System erhält der Kunde ein reales Produkt und muss sich nicht zwangsläufig dem Vertrieb zuwenden. Beim Cloud-Mining wäre dies der Mining-Server, der zwar mit der Zeit sinkende aber vom Erfolg des Unternehmens unabhängige Erträge abwirft. Des Weiteren werden für Vertriebler mit Vertriebspartner über mehrere Ebenen Rangsysteme aufgestellt, welche Einkommensgrenzen schaffen. So kann ein Vertriebler aus einer höheren Ebene lediglich begrenzt an der zunehmenden Anzahl seiner indirekten Partner und Kunden profitieren. 

Solche oder ähnliche MLM-Systeme werden von vielen Cloud-Mining Anbietern genutzt, um den Kunden mit einem weiteren Einkommensstrom anzulocken. 

 

Lern genau zwischen einem Schneeballsystem und einem MLM-System zu unterscheiden. Wenn du solchen System gegenüber skeptisch gegenüberstehst, solltest du Cloud-Mining Anbieter ohne MLM- oder Affiliate-System in Betracht ziehen. 

Im Dezember 2017 erreichte der Kurs des Bitcoins ein All-Time-High von über 20.000 US-Dollar. Viele investierten ohne vorhergehende, ausführliche Recherchen ins Cloud-Mining. Als man im Februar 2018 seine Erträge betrachtete, war man geschockt, da solch radikale Kurskorrekturen nicht mit einkalkuliert wurden. Lassen dich nicht aus der FOMO (fear of missing out) heraus zu Fehlinvestitionen hinleiten. Cloud-Mining ist keinesfalls eine Fehlinvestition, solange du die Rendite als lukrativ erachtest. Kalkuliere Kurskorrekturen und aufgrund der zunehmenden Difficulty sinkenden Miningerträge mit ein, damit du die schrumpfende Rendite nicht verwunderst. Wenn du darauf vertraust, dass der Kurs einer Kryptowährungen auf lange Sicht eine positive Tendenz verfolgt, sind Kurskorrekturen ein gesundes Zeichen und kein Grund zur Sorge. Würde der Kurs ohne jegliche Korrekturen in die Höhe schnellen, tät sich eine Blase auf, die dazu prädestiniert wäre, zu platzen. Wenn du nun von einer langfristig positiven Kursentwicklung überzeugt bist und alle zuvor erläuterten Aspekte berücksichtigst, kann das Mining die optimale Investitionsmöglichkeit für dich sein. Es eignet sich besonders für Anfänger, da keine gesonderten Fachkenntnisse notwendig sind. 

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