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Warum Kryptowährungen?

Adrian Mirido 13 4 min read Artikel speichern

Du willst verstehen, warum Kryptowährungen exisitieren. Wir haben die Historie zusammengefasst

Erzähle mir die Vergangenheit, und ich werde die Zukunft erkennen.

 

Advanced Research Projects Agency

Im Jahr 1957 schoss die damalige Sowjetunion den ersten Satelliten in den Weltraum. Den Amerikanern war dies ein Dorn im Auge, da Sie ihr wirtschaftliches und politisches System als das bessere ansahen. Die USA sah sich nun gezwungen etwas zu unternehmen und gründete, als Reaktion auf das Voranschreiten der Sowjets, 1958 die Advanced Research Projects Agency (ARPA). Diese „Behörde für fortschrittliche Forschungsprojekte“ investierte Gelder in Universitäten und anderweitige Forschungseinrichtungen. Zu der Zeit bestanden viele Probleme im Umgang mit Computern. Wenn man überhaupt die nötigen finanziellen und räumlichen Kapazitäten aufbringen konnte, scheiterte man wahrscheinlich an der äußerst komplizierten Bedienung. Lediglich die Regierung, große Unternehmen und Universitäten besaßen zu der Zeit Computer. Für Forschungsarbeiten war es damals hinderlich, dass Wissenschaftler aus verschiedenen Regionen eingeflogen werden mussten um zusammen Berechnungen am Computer vorzunehmen. Die ARPA erkannte das Problem und löste es durch die Entwicklung eines Computernetzwerks, welches später ARPANET genannt wurde.

 

Die Entstehung des Internets

Anfangs waren nur vier Universitäten durch das Netzwerk miteinander verknüpft. Mit der Zeit kamen weitere Computer aus anderen Staaten dazu.  In den siebziger Jahren begann man auch in Europa, Computer miteinander zu vernetzen. So entstanden beispielsweise Netzwerke in Frankreich und Großbritannien. In den Achtzigern kamen die Erfinder des ARPNETS auf die bahnbrechende Idee, all diese Netzwerke miteinander zu verbinden. Sie verwirklichten ihre Idee sowohl durch Tiefsee-Kabel, quer durch den Ozean, als auch durch Satelliten im Weltall.  Die Interconnected Networks, das Internet, war geboren. Bis 1989 war das aufgrund der Kompliziertheit nur wenigen Fachleuten zugänglich und zweckdienlich anwendbar. An einer großen Schweizer Forschungseinrichtung tat sich ein essentielles Problem auf. Informationen, die Wissenschaftler mühsam angehäuft hatten, wurden im Computer oder in Akten gesammelt, aber waren so niemand externen zugänglich. Niemand konnte die Daten für eigene Zwecke nutzen oder eigene Forschungsarbeiten darauf aufbauen. Tim Berners-Lee, einer der wenigen Computerspezialisten seiner Zeit hielt eine Lösung parat. Er schrieb ein Programm, welches die Möglichkeit bot, Informationen in einem Computernetzwerk zu veröffentlichen und somit für jedermann empfänglich zu machen. Das Programm nannte er „World Wide Web“. 

 

World Wide Web

 

Die Zukunft des Internets

Den weiteren Verlauf der Geschichte kennst du. Ein Mann erkannte ein Problem, hatte eine Vision und löste das Problem. Jede Innovation, jede disruptive Innovation liegt einem Problem zu Grunde und jede Innovation hat sowohl Befürworter als auch Zweifler und Gegner. Im Jahr 2001 veröffentlichte ein Trendforscher seine Studie „Die Zukunft des Internets“. Darin prognostizierte er, dass sich das Internet auf Dauer nicht zu einem Massenmedium wie Radio oder Fernsehen entwickeln würde, da die Menschen durch die Technik und Informationsflut überfordert seien. Erinnere dich einmal zurück, wenn du zu den „digital immigrants“ gehörst, also vor 1980 geboren wurdest und somit zur Zeit des Geschehens bereits in einem aufnahmefähigen Alter warst. Wie hast du die Situation rund um das Internet empfunden? Hast du dem „World Wide Web“ dein Vertrauen für eine derartige Zukunft geschenkt oder gehörst du zu den Zweiflern? 

Wenn du nun mit einer Zeitmaschine einmal in die Zeit zurückreisen könntest, was würdest du investieren? Ich vermute, eine Menge. Die Finanzkrise im Jahr 2007 war nur ein Teil der damaligen Weltwirtschaftskrise. Auslöser der Krise war das Platzen der Immobilienblase in den USA. Auf dem Geldmarkt war viel und vor allem billiges Geld vorhanden. Kredite wurden Kunden mit dem Versprechen damit ein Vermögen zu machen regelrecht aufgedrängt.

 

Der Handel mit amerikanischen Immobilienkrediten 

Diese Kunden waren meist weder kreditwürdig noch gut informiert. Der damalige Notenbank-Chef Alan Greenspan begann den Fehler, bei jeder auch nur minimalen Rezession, enorm viel Geld in den Markt zu pumpen um das Zinsniveau dauerhaft niedrig zu halten. Kunden nahmen die flexiblen Zinssätze in ihren Verträgen oft gar nicht war. Die Raten stiegen progressiv an und konnten mit der Zeit nicht mehr aufgebracht werden. Immobilien mussten zwangsversteigert werden. Viele verloren ihr auf Pump gekauftes Eigenheim. Die Risikobereitschaft der Banken stieg stetig. Eines ihrer riskanten Geschäfte war der Handel mit amerikanischen Immobilienkrediten. Die Investmentbanken übertrugen ihre Forderungen gegenüber der Kunden an Zweckgesellschaften, die daraus handelbare Wertpapiere kreierten. Die Wertpapiere wurden nun, in der Hoffnung man habe durch die unterschiedliche Qualität der Kredite einen Puffer, in Fonds mit anderen Finanzprodukten zusammengefasst. Die neuen Finanzprodukte wurden abermals aufgespalten, zu neuen Wertpapierpaketen geschnürt und weltweit an andere Banken veräußert. Damit sich die Pakete so gut verkaufen ließen, wurden Rating-Agenturen eingeschaltet, welche die gebündelten Wertpapiere oftmals mit der Bestnote Triple A, also AAA bewerteten. Kein Finanzinstitut behielt einen Überblick darüber, welche Papiere sich in seinen Büchern befanden und welche nicht. Aber für die Investmentbanken lohnte sich das Geschäft. An jedem weiterverkauften Wertpapier wurde gut verdient. Ihr Vergütungssystem verschärfte die Krise enorm, denn Banker waren vermutlich darauf aus, hohe Boni zu kassieren. Als die Immobilienpreise schlagartig fielen und viele Häuser zwangsversteigert werden mussten, sahen sich die Käufer der kreditversicherten Hypotheken, darunter viele Banken, gezwungen, Abschreibungen in Milliardenhöhe vorzunehmen. Banken vertrauten sich schließlich gegenseitig nicht mehr und liehen sich kein Geld mehr. Das führte dazu, dass der weltweite Finanzfluss ins Stocken gerat. Die Regierungen mussten diverse Banken mit hohen Zahlungen stützen und vor dem Bankrott bewahren. Viele Banken wurden verstaatlicht. 

 

Die Weltwirtschaftskrise 2008

Es ist offenkundig, dass die Gier der Banken den Stein der Weltwirtschaftskrise ins Rollen brachte, denn bei einer einfachen Krise blieb es nicht. Ende 2008 verfielen die Industrieländer in extreme Rezessionen. „Exportweltmeister“ Deutschland war besonders betroffen. Die Verkaufszahlen in den Branchen Maschinenbau und Automobilindustrie brachen massiv ein. Mit Konjunkturprogrammen wollte man die weltweiten Folgen der Krise eindämmen. Die Staatsverschuldung fast aller europäischen Länder stieg enorm an, um nationale und internationale Bankensysteme zu stabilisieren. 

Börsencrash Weltwirtschaftskrise

 

Entstehung des Bitcoin 

Als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise entstand die erste Kryptowährung, der Bitcoin. Im Jahre 2008 gelang es einem Entwickler oder einem Team von Entwicklern, unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto, das, was lange Zeit als unmöglich galt. 

Bitcoin

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