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Was sind ICOs?

Adrian Mirido 15 4 min read Artikel speichern

Wofür werden ICOs eingesetzt? In diesem Beitrag erfährst du alles über ein Initial Coin Offering.

Wer sich mit Kryptowährungen beschäftigt, wird früher oder später auf den Begriff „ICO“ stoßen. Besonders für Krypto-Interessierte, die neu in das Krypto-Business einsteigen möchten, könnte ein ICO interessant sein. Aber auch für Kryptoprofis ist ein ICO interessant. Doch was verbirgt sich genau hinter dem Begriff ICO?

 

ICO – Initial Coin Offering

Eine Investition in ein ICO ist oftmals sehr riskant. Aber warum ist das so? Ein ICO bringt neue Kryptowährungen auf den Markt, zu denen es noch keine Erfahrungswerte gibt. Am besten lässt sich ein ICO anhand eines Beispiels erklären. Nehmen wir an, dass ein Start-Up eine neue Kryptowährung für Musiker & Musikerinnern herausbringen möchte, um das Zahlungssystem für diese zu rationalisieren. Die neue Kryptowährung soll MusicCoin heißen.  Das Start-Up für MusicCoin ist somit unser ICO.

Die Grundidee steht und die Kryptowährung soll auf den Markt gebracht werden. Aber woher kommen nun die finanziellen Mittel, um die neue Kryptowährung zu realisieren? Natürlich gibt es viele Möglichkeiten, um an das notwendige Startkapitel zu gelangen. Doch häufig müssen hierzu Anteile des Unternehmens abgegeben werden. Dies schreckt viele Start-Ups ab. Die Finanzierung kann jedoch auch anders stattfinden – und zwar auf Vertrauensbasis. 

Um an das notwendige Kapital zu kommen, erstellt das MusicCoin Start Up ein White Paper, in welchem alle Einzelheiten zum neuen Coin aufgelistet sind. Anschließend wird eine Website über den MusicCoin erstellt, um den möglichen Investoren die Vorteile aufzuzeigen. Nun geht MusicCoin mit der Website und dem White-Paper auf die Suche nach potenziellen Investoren. Die Investoren erhalten für ihr Investment aber keine Anteile am Start-Up, sondern Coins der neuartigen Kryptowährung. Investiert wird meistens mit anderen Kryptowährungen wie bspw. Bitcoin

Welchen Sinn hat dieses Vorgehen nun für die Investoren? Die Investoren hoffen, dass die neuartige Kryptowährung an Popularität und Wert gewinnt. Das Risiko ist jedoch sehr hoch. Nicht selten erwirtschaften neue Kryptowährungen keinen Wert und die Investoren verlieren ihr Geld. Das ist aber nicht das einzige Risiko. Viele Investoren fallen auch auf Betrüger rein, die niemals geplant haben eine neue Kryptowährung zu realisieren. Die Investition in ein ICO sollte daher gut geplant sein. Mehr über das Investieren in Bitcoin erfährst du hier. 

 

IPO vs ICO

Wo liegen die Unterschiedenen zwischen einem IPO und einem ICO? IPO bedeutet Initial Public Offering und bezeichnet den Börsengang eines Unternehmens. Wer in IPOs investiert, erhält im Gegenzug Anteile am Unternehmen. Dies ist der Hauptunterschied zu einem ICO. Wie zuvor erwähnt, erhalten ICO Investoren keine Anteile am Unternehmen. Natürlich birgt auch eine IPO Investition ein gewissen Risiko. Dieses ist jedoch häufig kleiner als bei einem ICO. Doch wer ein höheres Risiko eingeht, hat auch eine höhere Chance hohe Gewinne zu erwirtschaften. Das Risiko muss jeder für sich selbst abwägen. 

 

Vor- und Nachteile eines ICO

Ein ICO hat sowohl für die Herausgeber der Kryptowährungen als auch für die Investoren Vor- und Nachteile. 

Vorteile für ICO´s

Nachteile für ICO´s

 

Vorteile für Investoren

Nachteile für Investoren

Wie starte ich mein eigenes ICO?

Wer ein ICO starten möchte, sollte sich bestens in der Krypto-Szene auskennen. Die Erfahrungen sollten breit gefächert sein und auch ein technisches Verständnis sollte vorhanden sein. Zwar kann jeder ein ICO gründen, doch es ist längst nicht für jeden empfehlenswert. Wer ein ICO gründet, muss jede Frage der potenziellen Investoren bis in das kleinste Detail beantworten können. 

Wer diese Kriterien erfüllt, kann sich mit der Umsetzung beschäftigen. Zunächst muss evaluiert werden, ob die Herstellung einer eigenen Kryptowährung überhaupt einen Vorteil für das eigene Unternehmen hätte. Falls ja, kann mit der Erstellung des White Papers begonnen werden. In diesem White Paper muss, bis in das kleinste Detail, erläutert werden, warum die neue Kryptowährung eine Chance am Krypto-Markt hat. Dabei sollten keine Fragen offenbleiben. Ziel muss es sein, dass auch Jemand, der sich nicht mit dem Krypto-Markt beschäftigt, die neue Kryptowährung und das Drumherum versteht. Ein gutes Beispiel ist das White Paper von Ethereum. In diesem White Paper ist sogar die Geschichte der Blockchain bis in das kleinste Detail erklärt. Das hat den Vorteil, dass noch mehr Investoren erreicht werden können. Ganz egal, ob diese Krypto-Experten sind oder nicht. Sobald das White Paper fertiggestellt ist, kann eine Website erstellt werden. 

Anschließend muss das ICO vermarktet werden. Ziel ist es so viele Investoren wie möglich zu erreichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Krypto-Experten sind oder nicht. Deswegen ist es auch so wichtig, dass das White Paper so detailliert wie möglich ist. Denn so lässt sich der Kreis der potenziellen Investoren deutlich vergrößern. Beim Marketing kann man kreativ werden. Am besten eignen sich renommierte Blogs, Foren und/oder Influencer. Ein Eintrag in ICO Datenbanken macht sicherlich auch Sinn. Und auch auf Social Media sollte ein ICO sehr aktiv sein. In der Krypto-Szene sind besonders Twitter und Reddit beliebt. Ein ICO sollte sich zumindest auf diesen beiden Plattformen eine hohe Follower-Gemeinschaft erarbeiten. Das Marketing wird letztendlich darüber entscheiden, ob ein ICO Erfolg hat oder nicht. 

Key Takeaways

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