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Wie mache ich ein Podcast?

Michael Greis 18 4 min read Artikel speichern

Podcasts werden zunehmend beliebter in Deutschland. Wir zeigen dir, wie du einen Podcast erstellst und erfolgreich vermarkten kannst.

Unter podcasting versteht sich das Audio Blogging. Jede Episode ist somit wie ein Blog-Beitrag, der ein bestimmtes Thema behandelt. Wenn du auditive Menschen als Kunden gewinnen möchtest, dann sind Podcasts genau das richtige für dich. In einer Studie der Infinite Dial aus dem Jahr 2017 konnte festgestellt werden, dass 67 Millionen Amerikaner mindestens einen Podcast pro Monat hören, Tendenz steigend. 

In diesem Artikel möchten wir dir erklären, wie du deinen eigenen Podcast erstellen kannst. Wir möchten dich über die Kosten, Umfang, Equipment und Erfolgschancen informieren.

 

Podcast Zahlen
Caption

 

Wie du einen Podcast machst - Das Prinzip hinter Podcasting verstehen

Insgesamt gibt es 3 signifikante Schritte, die bei der Podcasterstellung beachtet werden müssen: 

  1. Definition der Inhalte und die Aufnahme dieser 
  2. Hochladen der Audio Datei bei einem Hosting Anbieter
  3. Optimieren der Podcasts zur Erreichung der Zielgruppe

Im folgenden möchten wir dir diese 3 Schritte granulär erklären.

 

Equipment - Smartphone, Mikrofon oder doch Studio?

Für den Beginn reichen die meisten Smartphones aus. Auch kannst du deine Stimme mit verschiedener Software, wie Garage Band, für deinen Podcast optimieren. 

Professionelles Equipment kann nicht nur teuer, sondern auch komplex werden. Man kann ganze Soundstudios aufbauen, um die bestmögliche Qualität zu bieten. 

Wer Anfangs ein hohes Niveau bevorzugt, sollte sich mindestens ein Mikrofon anschaffen. Ein Audio Interface in Kombination mit einem Mikrofon gewährleistet dir eine gute Audioqualität und vermeidet Störsignale. Besonders bliebt sind Kondensatormikrofone, die jedoch meist ein passendes Audio Interface benötigen. 

 

Software - So bearbeitest du deine Audiospur

1) Audacity

Audacity bietet dir den Vorteil, dass die Software kostenlos ist. Du kannst deine Stimme anpassen und verschiedene Audiospuren zusammenschneiden. Audacity ist sowohl für den Mac als auch für Windows erhältlich.

 

Audacity zum Podcast aufnehmen

 

2) GarageBand 

Von GarageBand profitieren leider nur Mac Nutzer. Diese können mit GarageBand auf eine kostenlose Version für das editieren von Audiospuren zurückgreifen. Garageband bietet den großen Vorteil, dass Mikrofone als Schnittstellen erkannt werden und auch genutzt werden können. Zudem kannst du dein eigenes Intro gestalten, indem du vorgefertigte Instrumentalspuren nutzt.

 

Garage Band zum Podcast aufnehmen

 

3) Adobe Audition

Professionelle Podcaster sollten auf Adobe Audition zurückgreifen. Die monatliche Gebühr beträgt 20€. Durch Adobe Audition profitierst du durch ein zugeschnittenes Paket für Podcaster. Hierdurch kannst du nicht nur deine Stimme optimieren, sondern auch verschiedenste Audio Effekte einbauen, um deinen Podcast interessanter zu gestalten. 

 

Adobe Audition zum Podcast aufnehmen

 

Content Erstellung - So startest du deinen Podcast

Bevor du deinen Podcast aufnimmst, solltest du deine Nische finden. Wähle eine Kategorie, wo wenig Wettbewerb, aber eine hohe Nachfrage vorhanden ist. Auch solltest du auf die Content Qualität anderer Podcaster achten, da du diese überbieten musst, um deine Hörer zu begeistern. Beachte: Hörer möchten fachlich informiert werden und „Aha“ Momente erfahren. 

Als nächstes solltest du dir Gedanken über die Art des Contents machen. Hierbei hilft dir die Erstellung eines Content Plan. Bei der Art des Contents differenziert man grundsätzlich folgende Kategorien: 

 

Nachfrage ermitteln 

Um die Nachfrage nach deinem Content zu ermitteln, kannst du den Google Adwords Planner nutzen. Hierzu trägst du einfach das jeweilige Keyword + „Podcast“ ein, um das Suchvolumen zu bestimmen. So kannst du deine Idee einfach validieren und die Nachfrage prüfen. 

Auch kannst du Podcast Kategorien bei Apple oder Spotify durchgehen. Sind in einer Kategorie weniger als 2 Podcasts vorhanden, ist dies ein Zeichen für eine geringe Nachfrage.

 

Podcast Beliebtheit nach Ländern

 

Design, Namen und Musik auswählen

In diesem Abschnitt geht es um die Wahl des Designs, des Namens und der Musik. Hierbei haben wir die besten Tipps führender Experten für dich zusammengefasst.

1) Beim Namen empfehlen wir dir auf folgende Kriterien zu achten:

 

2) Bei der Gestaltung deines Covers zählt nicht nur das Design. Auch gibt es einige technische Spezifikationen, die beachtet werden sollten, wie beispielsweise: 

 

3) Beschreibung

Die Podcast Beschreibung sollte dem Nutzer erklären, worüber dein Podcast handelt und weshalb er diesen hören sollte. Vor allem aber ist die Beschreibung wichtig für das Ranking beim jeweiligen Anbieter. Auch Google als Suchmaschine könnte durch eine Optimierung der Beschreibung deinen Podcast ausspielen. 

 

Podcast Ausspielung bei Google

 

4) Intro/Outro Musik festlegen

Deine Intro bzw. Outromusik sollte passend zu deinem Content gewählt sein. Achte darauf, dass diese Musik bei jeder Folge gleich ist, sodass du einen Wiedererkennungswert schaffst. Bei audiojungle.net findest du viele verschiedene Audio Spuren, die du passend zuschneiden kannst.

 

5) Host bzw. Plattform wählen

Natürlich kannst du deinen Podcast auf Spotify oder bei Apple hochladen. Falls du dich aber selbst branden möchtest oder kommerziell , solltest du einen Hosting Dienst auswählen. 4 Kriterien solltest hierbei berücksichtigt werden, darunter: 

Preis - Was wird für welchen Preis geboten?

Usability - Wie ist das Dashboard gestaltet?

RSS-Feeds - Ist eine automatische RSS-Feed Erstellung beeinhaltet?

Playereinbindung - Wie einfach ist den Player einzubinden? Wie ist das Design? 

Zu empfehlen sind hierbei folgende Plattformen: SoundCloud, Podbean und Libsyn. 

 

6) Aufnehmen und veröffentlichen

Nun kannst du deinen Podcast aufnehmen und veröffentlichen. Hierbei empfehlen wir dir auf den Inhalt den meisten Wert zu legen, da du dir dadurch einen Followerstamm aufbauen kannst. Außerdem empfehlen wir dir den Podcast auf verschiedenen Kanälen, wie Spotify, hochzuladen, da die Nutzer auf der Plattform bereits vertreten sind. 

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