Unternehmensgründung Checkliste

Laut Experten scheitern 9 von 10 Unternehmensgründungen. Für uns ist das eine unvorstellbare Zahl, daher möchten wir dir zeigen, wie du mit unserer Unternehmensgründung Checkliste das Risiko eines Fehlschlags maximal minimierst.

1) Lege deine Rechtsform fest

Die Haftung spielt bei vielen Unternehmensgründungen eine signifikante Rolle. Sie sollte aber nicht als einziges Kriterium herangezogen werden.

2) Erstelle einen Businessplan – Wichtigster Teil der Unternehmensgründung Checkliste

Viele Gründer beschäftigen sich heutzutage nicht intensiv mit ihrem Businessplan. Dies liegt vor allem daran, dass die meisten nicht auf Fremdkapitalgeber angewiesen sind und somit sich den Aufwand mit dem Businessplan sparen. Ein Businessplan kann aber viele Vorteile bieten, um das eigene Projekt aus wirtschaftlicher und businesstechnischer Sicht zu analysieren. Auch hast du für dich selbst einen Überblick über dein Unternehmen und kannst eventuelle Risiken im Voraus erkennen. Falls dir das Schreiben eines Business Plans dennoch zu aufwendig ist, kannst du auch auf Alternativen zurückgreifen. Im Internet gibt es zahlreiche Leitfaden und Templates, wie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Außerdem kannst du auf einen Business Plan Canvas zurückgreifen, um einen Mini Businessplan aufzustellen.

Businessplan

3) Ausführliche Finanzanalyse

Dieser Schritt ist vom jeweiligen Geschäftsmodell abhängig und beinhaltet verschiedene rechnerische Kalkulationen. Im Businessplan allerdings sollte die Finanzanalyse grob geschildert werden.

Für interne Zwecke empfehlen wir eine ausführliche Finanzanalyse, die folgende Elemente enthalten sollte:

  • Unternehmerlohn
    • Mit dieser Kennzahl bestimmst du, wieviel Geld du mit deinem Unternehmen erwirtschaften musst, um deine privaten Ausgaben zu decken.
  • Kostenplan
    • Mit dieser Finanzrechnung kannst du deine fixen und variablen Kosten bestimmen.
  • Rentabilitätsvorschau
    • Mit der Rentabilitätsvorschau kannst du errechnen, ob die Einnahmen ausreichen, um alle privaten und betrieblichen Ausgaben zu decken.
  • Kapitalbedarfsplan
    • Mit dem Kapitalbedarfsplan stellst du fest, wieviel Kapital zu Beginn benötigt wird.
  • Finanzierungsplan
    • In dem Finanzierungsplan definierst du, wie die Geldsumme für die Gründung finanziert wird.
  • Liquiditätsvorschau
    • Die Liquiditätsvorschau hilft dabei zu ermitteln, ob für die Anlaufsphase genügend liquide Mittel zur Verfügung stehen.

Für alle Kennzahlen haben wir die passenden Informationen verlinkt.

4) USP Entwicklung

Die USP Entwicklung hat bei Gründern meist nicht die höchste Priorität. Doch wer lange am Markt bestehen will und ein nachhaltiges Geschäftsmodell betreiben möchte, sollte seine USP Entwicklung nicht vernachlässigen. Sie sollte stets Priorität haben. Hierbei solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Was rechtfertigt den Preis für deine Dienstleistung/Produkt?
  • Was hebt dich von der Konkurrenz ab?
  • Welchen Mehrwert bietest du dem Nutzer?
  • Was macht dein Unternehmen besser als die Konkurrenz?

Durch eine ausführliche Konkurrenzanalyse kannst du bereits erste USPs entwickeln. Indem du die Schwachstellen deiner Konkurrenten analysierst, weißt du, was deine Dienstleistung oder dein Produkt bieten muss.

5) Ist der Markt bereit für meine Dienstleistung/Produkt? 

Ein gutes Produkt ist nicht gleich immer erfolgreich. Selbst wenn du eine ausführliche Finanzanalyse durchgeführt hast und das beste Produkt der Welt anbietest, kann es passieren, dass dieses Produkt nicht nachgefragt wird. Um die sogenannte Product Market fit zu prüfen, solltest du dir folgende Fragen stellen:

  1. Löst mein Produkt oder meine Dienstleistung Probleme, die Individuen oder andere Unternehmen haben?
  2. Wird mein Produkt vom Markt als Problemlösung angesehen?
  3. Ist mein Produkt oder meine Dienstleistung tatsächlich im Dauergebrauch bei den Nutzern?

Erst wenn alle 3 Fragen bejaht werden können, kannst du davon ausgehen, dass dein Produkt oder deine Dienstleistung Product Market fit ist. Neben der Product Market fit, solltest du allerdings nochmal explizit die Nachfrage analysieren. Dies kannst du tun, indem du beispielsweise das Suchvolumen bei Google ermittelst. Da es sich um internistisch motivierte Suchanfragen handelt, kannst du so zumindest deine potentiellen Online Kunden ermitteln. Mehr dazu, wie du dein Unternehmen für die Suchmaschine optimierst, erfährst du hier.

6) Risikoanalyse 

Um ein nachhaltiges, wirtschaftliches Unternehmen aufzubauen, bedarf es regelmäßig einer Risikoanalyse. Hierbei solltest du feststellen, welche Risiken dein Unternehmen betreffen, egal ob aus finanzieller Sicht oder aus Konkurrenzsicht. Eine frühzeitige Identifizierung von Risiken, kann hohe Schadensummen vorbeugen. Hierzu kannst du dich an folgenden Leitfragen orientieren:

  • Hat dein Unternehmen mehr als drei Auftraggeber?
  • Werden Controlling Instrumente eingesetzt?
  • Wie entwickelt sich die Konkurrenz?
  • Wurden alle Verbindlichkeiten fristgemäß beglichen?
  • Liegt deine EK-Quote über 15%?
  • Ist das erstellte Marketingkonzept noch zeitgemäß?

7) Personalplanung

Egal ob du als kleine ein Mann Armee startest oder bei der Gründung Personal planst, für die Personalplanung solltest du bestimmte gesetzliche Regelungen beachten und frühzeitig definieren, wer ab welcher Auslastung gebraucht wird.

Beispielsweise sind Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen dazu verpflichtet, 5% dieser Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Hierzu empfehlen wir dir die Richtlinien durchzulesen.

Für optimales Wachstum und Skalierung deines Unternehmens solltest du einen Rekrutierungsprozess designen, der für dich das beste Personal ausfiltert. Hier kommt es neben den nötigen fachlichen Skills auf die emotionale Intelligenz der Arbeitnehmer an.  Welche Skills du weiterhin erwartest, musst du für dich selbst definieren. Achte dabei, dass Menschen sich mit deiner Unternehmenskultur verbunden fühlen müssen.